Mandat 05

Für D&O- und Cyberversicherungen

Unabhängige technisch-organisatorische Begutachtung von Cyber-Schadensfällen.

Aktualisiert am 11.10.2026


Ihr Bedarf

Wenn ein Cybervorfall zu Haftungsansprüchen gegen Organe oder zu Versicherungsleistungen aus D&O- oder Cyber-Policen führt, brauchen Sie eine unabhängige Einschätzung der technisch-organisatorischen Lage: War der Schaden durch ausreichende Maßnahmen vermeidbar? Welche dokumentierten Abweichungen bei Sicherheitsmaßnahmen bestehen? Ist die Schadensmeldung plausibel?

Wir liefern diese Einschätzung — neutral, methodisch sauber und nachvollziehbar.

Unsere Leistungsschwerpunkte

Dokumentierte Risikomanagement- und Sicherheitsmaßnahmen Welche Risikomanagementprozesse sowie technischen und organisatorischen Maßnahmen waren zum relevanten Zeitpunkt dokumentiert und umgesetzt?

Befunde zur Organisation der IT-Sicherheit Welche Verantwortlichkeiten, Entscheidungen und Sicherheitsmaßnahmen sind belegt? Rechtliche Organpflichten und die Anwendbarkeit gesetzlicher Anforderungen werden gesondert bewertet.

Technische Versagensanalyse Gab es systematische Versäumnisse, die den Cybervorfall begünstigt oder den Schaden vergrößert haben?

Kausalitätsprüfung Welche Zusammenhänge zwischen dokumentierten Maßnahmen, technischen Lücken und Schadenfolgen lassen sich belegen?

Gutachten zum Wert gestohlener Informationen Bei Datendiebstahl: Welchen Wert hatten die entwendeten Informationen — für das betroffene Unternehmen, für mögliche Angreifer, am Markt? Grundlage für die Schadenshöhenbewertung durch Versicherungen und Geschädigte.

Gutachterliche Stellungnahmen Zur fachlichen Prüfung der Tatsachenbasis von Schadensmeldungen. Ob ein Anspruch berechtigt ist, bleibt eine gesonderte rechtliche Frage.


Typische Beweisfragen

  • War der Schaden durch angemessene Sicherheitsmaßnahmen vermeidbar?
  • Welche Abweichungen zwischen dokumentierten Sicherheitsangaben und tatsächlicher Umsetzung lassen sich belegen?
  • Welche Schadenspositionen sind technisch plausibel und kausal zuordenbar?

Welche Unterlagen wir prüfen

  • Policen, Sicherheitsfragebögen und Obliegenheiten
  • Forensikberichte, Schadenmeldungen und Wiederherstellungsdokumentation
  • ISMS-Unterlagen und Nachweise zum Stand der Technik
  • Datenabfluss-, Betriebsunterbrechungs- und Wiederanlaufnachweise

Welche Befunde tragen welche Schadenposition?

Eine Schadenmeldung kann mehrere technisch unterschiedliche Sachverhalte zusammenführen: verschlüsselte Systeme, einen behaupteten Datenabfluss, Wiederherstellungskosten und eine Betriebsunterbrechung. Diese Positionen benötigen jeweils eigene Nachweise. Ein belegter Systemausfall beweist beispielsweise noch keinen Datenabfluss.

Für die Untersuchung werden Schadenposition, betroffener Zeitraum und technische Quelle aufeinander bezogen. Dabei ist auch zu prüfen, ob eine Aufwendung der Wiederherstellung des früheren Zustands oder einer darüber hinausgehenden Verbesserung zuzuordnen ist. Die versicherungsrechtliche Behandlung dieser Unterscheidung bleibt eine gesonderte Aufgabe.

Beispiel: Dauer der Betriebsunterbrechung

Ein hypothetischer Fall: Ein System ist technisch wieder verfügbar, der zugehörige Geschäftsprozess kann aber noch nicht anlaufen. Für die zeitliche Zuordnung sind dann neben dem Wiederherstellungsprotokoll weitere Abhängigkeiten relevant, etwa Schnittstellen, Datenbestände oder dokumentierte Freigaben. Nicht jede Verzögerung hat automatisch dieselbe Ursache wie der ursprüngliche Angriff.

Sicherheitsangaben und tatsächliche Umsetzung

Sicherheitsfragebögen und Policenunterlagen liefern den Ausgangspunkt für konkrete Tatsachenfragen. Welche Maßnahme wurde beschrieben? Für welche Systeme galt die Angabe? Welche Nachweise liegen für den maßgeblichen Zeitpunkt vor? Widersprüche zur technischen Dokumentation werden untersucht, nicht bereits als rechtlicher Deckungsausschluss behandelt.

Das Gutachten grenzt nachvollziehbare Zuordnungen von Annahmen und offenen Positionen ab. Über Deckung, Ausschlüsse oder rechtliche Vorwerfbarkeit entscheidet es nicht. Die quellenbezogene Arbeitsweise ist unter Gutachten und Methodik beschrieben.

Ergebnis des Gutachtens

Das Ergebnis ist eine neutrale Tatsachenbasis für Deckungsentscheidung, Anspruchsabwehr, Vergleichsverhandlung oder Prozessführung. Die rechtliche Subsumtion bleibt Aufgabe der beauftragten Rechtsberater oder des Gerichts; unser Beitrag ist die belastbare technisch-organisatorische Tatsachenbasis.

Beispielhafte Fallkonstellation

Ein Versicherungsnehmer meldet einen hohen Cyber-Schaden. Strittig ist, ob zugesicherte Sicherheitsmaßnahmen tatsächlich bestanden. Das Gutachten prüft technische Realität, Dokumentation und Kausalität.

Häufig gestellte Fragen

Warum brauchen Sie einen unabhängigen Sachverständigen — nicht den Gutachter des Versicherten?
Für die Bewertung eines Gutachtens sind nachvollziehbare Quellen, eine transparente Methode und offengelegte Aussagegrenzen wesentlich. Auch bereits vorliegende Gutachten werden anhand ihrer konkreten Befunde geprüft. Widersprüche sind fachlich zu klären; allein aus dem Auftraggeber lässt sich die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Aussage nicht ableiten.
Wie prüfen Sie, ob Deckungsausschlüsse greifen?
Die Auslegung von Deckungsausschlüssen ist eine rechtliche Aufgabe. Wir untersuchen die technischen Tatsachen: Welche Sicherheitsmaßnahmen waren zum maßgeblichen Zeitpunkt vorhanden, welche Angaben sind dokumentiert und welche Zusammenhänge mit dem Schaden lassen sich belegen? Rechtliche Bewertungen wie grobe Fahrlässigkeit werden dadurch nicht vorweggenommen.
Wie bewerten Sie gestohlene Daten?
Der Wert gestohlener Daten hängt von mehreren Faktoren ab: Art der Daten (Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten, Finanzinformationen), Missbrauchspotenzial, Wiederherstellungskosten, Reputationsschaden. Die Bewertung setzt einen vereinbarten Prüfauftrag und belastbare Nachweise voraus; Annahmen und Grenzen werden dokumentiert.

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Häufig gestellte Fragen

Warum brauchen Sie einen unabhängigen Sachverständigen — nicht den Gutachter des Versicherten?

Für die Bewertung eines Gutachtens sind nachvollziehbare Quellen, eine transparente Methode und offengelegte Aussagegrenzen wesentlich. Auch bereits vorliegende Gutachten werden anhand ihrer konkreten Befunde geprüft. Widersprüche sind fachlich zu klären; allein aus dem Auftraggeber lässt sich die Richtigkeit oder Unrichtigkeit einer Aussage nicht ableiten.

Wie prüfen Sie, ob Deckungsausschlüsse greifen?

Die Auslegung von Deckungsausschlüssen ist eine rechtliche Aufgabe. Wir untersuchen die technischen Tatsachen: Welche Sicherheitsmaßnahmen waren zum maßgeblichen Zeitpunkt vorhanden, welche Angaben sind dokumentiert und welche Zusammenhänge mit dem Schaden lassen sich belegen? Rechtliche Bewertungen wie grobe Fahrlässigkeit werden dadurch nicht vorweggenommen.

Wie bewerten Sie gestohlene Daten?

Der Wert gestohlener Daten hängt von mehreren Faktoren ab: Art der Daten (Geschäftsgeheimnisse, Kundendaten, Finanzinformationen), Missbrauchspotenzial, Wiederherstellungskosten, Reputationsschaden. Die Bewertung setzt einen vereinbarten Prüfauftrag und belastbare Nachweise voraus; Annahmen und Grenzen werden dokumentiert.

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