Mandat 01

Geschäftsführer und Vorstände

Die technisch-organisatorische Grundlage zur Dokumentation Ihrer Sorgfaltspflicht.

Aktualisiert am 26.09.2026


Ihr Bedarf

Als Geschäftsführer oder Vorstand benötigen Sie einen nachvollziehbaren Überblick über die Steuerung der IT-Sicherheit: Welche Risiken wurden erkannt, welche Entscheidungen getroffen und welche Maßnahmen kontrolliert?

Wir untersuchen die dazu vorhandenen technischen und organisatorischen Nachweise. Das Gutachten dokumentiert Befunde und offene Punkte für Ihre weitere fachliche und rechtliche Bewertung. Es garantiert weder die Erfüllung sämtlicher Pflichten noch den Ausschluss persönlicher Haftung.

Unsere Leistungsschwerpunkte

NIS2-Compliance-Audit Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind im vereinbarten Prüfrahmen vorgesehen, umgesetzt und belegt? Die rechtliche Anwendbarkeit wird gesondert geklärt.

Sorgfaltspflicht-Dokumentation Wir fassen Ihre IT-Sicherheits-Governance in einem Gutachten zusammen — so, dass es im Schadensfall für einen Richter überzeugend ist: Strategie, Risikoanalyse, Maßnahmenkontrolle, Budget.

Risikomanagement-Nachweis Dokumentieren wir: Wie oft analysieren Sie Risiken? Wie überprüfen Sie Maßnahmen? Wie weisen Sie IT-Sicherheits-Budget zu? Das ist der Kern der Sorgfaltspflicht.

Dokumentierte Tatsachenbasis für den Streitfall Wir ordnen vorhandene Nachweise zur Sicherheitsorganisation und zu den Entscheidungen der Geschäftsleitung. Das Ergebnis benennt sowohl belegbare Maßnahmen als auch Abweichungen und Aussagegrenzen. Die rechtliche Bewertung erfolgt gesondert.


Typische Beweisfragen

  • Sind NIS2-Risikomanagementpflichten nachvollziehbar umgesetzt?
  • Wurden Budget, Verantwortlichkeiten und Maßnahmenkontrolle dokumentiert?
  • War die Sicherheitsorganisation zum Vorfallszeitpunkt angemessen?

Welche Unterlagen wir prüfen

  • Geschäftsordnungen und Verantwortlichkeitsmatrix
  • Risikoregister, ISMS-Dokumentation und Management-Reviews
  • Budgetentscheidungen, Maßnahmenpläne und Kontrollberichte
  • Incident-Response- und Notfallübungsnachweise

Welche Entscheidung war zu welchem Zeitpunkt nachvollziehbar?

Für die Bewertung der Sicherheitsorganisation reicht eine aktuelle Bestandsaufnahme nicht immer aus. Nach einem Vorfall ist insbesondere zu klären, welche Informationen der Geschäftsleitung damals vorlagen, welche Maßnahmen beschlossen wurden und wie deren Umsetzung kontrolliert wurde.

Eine nachvollziehbare Entscheidungskette verbindet vier Ebenen:

  1. Informationsstand: Welche Risiken, Auditfeststellungen oder technischen Warnungen waren dokumentiert?
  2. Entscheidung: Welche Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Mittel wurden festgelegt?
  3. Umsetzung: Welche Nachweise zeigen, was tatsächlich eingerichtet oder verändert wurde?
  4. Kontrolle: Welche Berichte oder Tests lagen zur Wirksamkeit und zu offenen Punkten vor?

Ein Budgetbeschluss belegt beispielsweise die Bereitstellung von Mitteln. Ob eine Schutzmaßnahme anschließend umgesetzt wurde, ist eine weitere Frage. Ebenso beschreibt ein heutiger Systemzustand nicht automatisch die Situation vor einem zurückliegenden Vorfall.

Präventive Prüfung und Untersuchung nach dem Vorfall

Eine präventive Prüfung betrachtet den vereinbarten aktuellen Zustand und seine Dokumentation. Eine Untersuchung nach einem Vorfall rekonstruiert einen zurückliegenden Zeitraum anhand der noch verfügbaren Nachweise. Beide Aufgaben haben unterschiedliche Datenlagen und Aussagegrenzen. Ein Gutachten kann auch Abweichungen oder nicht aufklärbare Punkte feststellen; es ist kein Versprechen einer Haftungsfreistellung.

Für die Eingrenzung des Auftrags helfen vorhandene Risikoanalysen, Entscheidungsprotokolle und Maßnahmenberichte. Die gemeinsame Methodik erläutern wir unter Gutachten und Methodik.

Ergebnis des Gutachtens

Das Ergebnis ist ein präventiver oder streitbegleitender Tatsachennachweis, der zeigt, welche organisatorischen Entscheidungen getroffen, geprüft und dokumentiert wurden. Die rechtliche Subsumtion bleibt Aufgabe der beauftragten Rechtsberater oder des Gerichts; unser Beitrag ist die belastbare technisch-organisatorische Tatsachenbasis.

Beispielhafte Fallkonstellation

Ein mittelständisches Unternehmen wurde von Ransomware getroffen. Der Insolvenzverwalter prüft, ob die Geschäftsführung Sicherheitsbudget, Risikoanalyse und Notfallvorsorge pflichtwidrig vernachlässigt hat. Das Gutachten rekonstruiert die Entscheidungslage und bewertet sie gegen NIS2, ISO 27001 und BSI IT-Grundschutz.

Häufig gestellte Fragen

Wann hafte ich persönlich für einen Cyberangriff?
Ob persönliche Haftung besteht, ist eine Rechtsfrage des Einzelfalls. Unser Gutachten untersucht dafür die technischen und organisatorischen Tatsachen: Welche Informationen lagen vor, welche Entscheidungen wurden getroffen und welche Maßnahmen waren nachweisbar umgesetzt? Die rechtliche Prüfung gehört in die Hände der zuständigen Rechtsberater oder Gerichte.
Wie unterscheidet sich Präventivgutachten von Streitfall-Gutachten?
Ein Präventivgutachten untersucht den vereinbarten Zustand vor einem möglichen Vorfall. Ein Streitfall-Gutachten rekonstruiert die maßgebliche Situation nach einem Vorfall anhand verfügbarer Unterlagen und technischer Nachweise. Beide können Befunde und Lücken sichtbar machen. Ihre Aussagekraft hängt vom Auftrag, dem untersuchten Zeitraum und der Datenbasis ab; keines garantiert einen bestimmten Ausgang eines Haftungsstreits.
Brauche ich das Gutachten schriftlich?
Ein schriftliches Gutachten macht Auftrag, Quellen, Befunde und Aussagegrenzen nachvollziehbar. Welche Form und welche Nachweise in Ihrer konkreten Situation benötigt werden, ist im Auftrag zu klären. Eine schriftliche Ausarbeitung garantiert keine Haftungsentlastung.
Was passiert, wenn sich die IT-Umgebung ändert?
Dann müssen die Anforderungen neu bewertet werden. Wir empfehlen regelmäßige Folgeaudits — der Umfang richtet sich nach den Veränderungen in Ihrer IT-Landschaft.
Kann ich das Gutachten meinem Anwalt zeigen?
Ja, absolut. Viele Geschäftsführer zeigen das Gutachten ihrer D&O-Versicherung oder ihrem Anwalt. So sehen alle: Sie haben vorgesorgt.

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Häufig gestellte Fragen

Wann hafte ich persönlich für einen Cyberangriff?

Ob persönliche Haftung besteht, ist eine Rechtsfrage des Einzelfalls. Unser Gutachten untersucht dafür die technischen und organisatorischen Tatsachen: Welche Informationen lagen vor, welche Entscheidungen wurden getroffen und welche Maßnahmen waren nachweisbar umgesetzt? Die rechtliche Prüfung gehört in die Hände der zuständigen Rechtsberater oder Gerichte.

Wie unterscheidet sich Präventivgutachten von Streitfall-Gutachten?

Ein Präventivgutachten untersucht den vereinbarten Zustand vor einem möglichen Vorfall. Ein Streitfall-Gutachten rekonstruiert die maßgebliche Situation nach einem Vorfall anhand verfügbarer Unterlagen und technischer Nachweise. Beide können Befunde und Lücken sichtbar machen. Ihre Aussagekraft hängt vom Auftrag, dem untersuchten Zeitraum und der Datenbasis ab; keines garantiert einen bestimmten Ausgang eines Haftungsstreits.

Brauche ich das Gutachten schriftlich?

Ein schriftliches Gutachten macht Auftrag, Quellen, Befunde und Aussagegrenzen nachvollziehbar. Welche Form und welche Nachweise in Ihrer konkreten Situation benötigt werden, ist im Auftrag zu klären. Eine schriftliche Ausarbeitung garantiert keine Haftungsentlastung.

Was passiert, wenn sich die IT-Umgebung ändert?

Dann müssen die Anforderungen neu bewertet werden. Wir empfehlen regelmäßige Folgeaudits — der Umfang richtet sich nach den Veränderungen in Ihrer IT-Landschaft.

Kann ich das Gutachten meinem Anwalt zeigen?

Ja, absolut. Viele Geschäftsführer zeigen das Gutachten ihrer D&O-Versicherung oder ihrem Anwalt. So sehen alle: Sie haben vorgesorgt.

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